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Leseranfrage

Leitungsanschlüsse mit gebogenen Ösen

Ausgabe 8/2017

Als Errichter von Elektroanlagen biegen wir zum Anschließen eindrähtiger Erdungsleitungen stets Ösen. Jetzt schreibt uns ein Kunde: „[...] gemäß DIN VDE sind Erdungsleiter stets so zu bemessen, dass die leitenden Querschnitte ausreichend, die Verbindungsstellen elektrisch leitend und mechanisch zuverlässig sind. Aufgrund der geringen Kontaktfläche der Erdungsleiter mit der Öse findet eine erhebliche Reduzierung der leitenden Oberfläche statt, was die Stromtragfähigkeit der Erdung deutlich verringert. Dies kann als Äquivalent zu einer Verringerung des Leiterquerschnitts angesehen werden. Eine mechanische Zuverlässigkeit ist hier ebenfalls keineswegs gewährleistet [...] Eine zu fest gezogene Schraube bewirkt eine Quetschung des Kabels, was wiederum mit einer Veränderung des Querschnitts einhergeht [...] Eine solche Bearbeitung der Erdungsleitungen ist weder Norm- noch Herstellerkonform.“ Der Kunde möchte nun, dass wir diese eindrähtigen Leitungen mit Kabelschuhen versehen. Mir ist keine Vorschrift bekannt, die das Ösenbiegen verbietet. Sind Kabelschuhe wirklich so viel besser? Ich bin auch der Meinung, dass bei Kabelschuhen eine spätere Kontrolle/Revision schlechter durchzuführen ist, als bei sauber gebogenen Ösen.

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