Messung des Schutzleiterwiderstands
In meinen Seminaren kommt es immer wieder vor, dass ich auf die Prüfung des Schutzleiters eingehe und erkläre, dass es dort die Pflicht gibt, mit Messgeräten zu arbeiten, die mindestens einen Messstrom von 0,2 A während der Prüfung verwenden. Nun fragte ein Teilnehmer, wofür der erhöhte Strom gut sei und welche „besseren“ Erkenntnisse“ das Messgerät bei Verwendung eines solchen Stromes gegenüber einem normalen Multimeter (Ohmmessung) liefert. Ich sagte darauf hin, dass der größere Strom u. a. dazu dient, schlechte Verbindungen im PE-Leiter aufzuspüren. Wir können hier mal davon ausgehen, dass das verwendete (normale) Multimeter eine Messgenauigkeit von 10 mOhm aufweisen würde. Das rein prinzipbedingt sehr niederohmige Widerstände rein messtechnisch nur über sehr große Ströme im Prüfling (z. B. sehr dicke Wicklungen von Motoren etc.) und eine Spannungsmessung genau zu bestimmen sind, ist uns bei unserer Frage bekannt. Der Frage sind wir dann mit einem Experiment nachgegangen. Leider gingen mir nach diesem Versuch die Argumente aus. Warum besteht die Norm hier auf einen Mindestprüfstrom von 0,2 A. Wo liegt der Nutzen dieser Forderung?