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Leseranfrage

Klingelstromkreis in Niederspannungsanlage

Ausgabe 1/2023

Bei einer wiederkehrenden Prüfung der Niederspannungsanlage eines Wohnhauses nach DIN VDE 0105-100/A1 zeigte sich eine Auffälligkeit: In der Hauptverteilung berühren die basisisolierten Leitungen des Klingelstromkreises basisisolierte Leitungen von Stromkreisen mit 230 V. Ist dies konform zu den Normen? Beim Lesen der DIN VDE 0100-410 ergeben sich weitere Fragen: Sind Klingelstromkreise üblicherweise SELV-/PELV- oder FELV-Stromkreise? (Dass der speisende Klingeltransformator laut Typenschild eine Schutzkleinspannung bereitstellt, schließt m. E. nicht zwangsläufig einen FELV-Stromkreis aus.) Die drei Klingeln des Gebäudes sind in einem Isolierstoffgehäuse (doppelte Isolierung) untergebracht. Auch die Klingeltaster sind isoliert ausgeführt. Im Reparaturfall könnten diese Betriebsmittel ohne Beachtung des Gesamtaufbaus aber durch leitfähige Varianten ausgetauscht werden. Was ist zu tun? Müssen die basisisolierten Leitungen des Stromkreises der Klingelanlage in der Verteilung bis zum Mantel des Kabels mit einer weiteren Isolierung versehen werden (sichere Trennung)?

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