Verkabelung einer Brandmeldeanlage
Meine Elektrofirma hat den Auftrag, in
einem Farblager die Verkabelung der
Brandmeldeanlage zu realisieren. Eine Ausführungsplanung
von einem Planungsbüro
gibt es jedoch nicht. Zudem hat eine andere
Elektrofirma bereits die Beleuchtungsanlage
verkabelt. Hierfür wurde Installationsrohr aus
Kunststoff verwendet, was meiner Meinung
nach nicht zulässig ist. Wir hatten vor, mit
Erdungsbandschellen geerdetes Aluminium-
Installationsrohr für die Leitungsführung zu
verwenden. Für den Ex-Bereich zugelassene,
von Herstellern geprüfte Kabelführsysteme
konnten wir bei unseren Recherchen nicht
ausfindig machen.
Ist es möglich, ein geerdetes Aluminiumoder
Stapa-Rohr für diese Art der Elektroinstallation
zu verwenden?
Welche Vorschriften wären für diese Art der
Elektroinstallation zutreffend?
Es ist sehr bedauerlich, dass eine Planung
nicht vorhanden ist, obwohl sie in der DIN
14675 [1] vorgeschrieben wird. Erschwerend
hinzu kommt die Tatsache, dass ein Planer sogar für Brandmeldeanlagen zertifiziert sein
muss. Aus diesen Gründen wäre nicht es zu
empfehlen, ohne Planung Hand anzulegen.
Zur Frage. Die Leitungsverlegung in Kunststoffrohr
ist nicht untersagt, auch nicht in Ex-
Anlagen. Damit sich das Kunststoffrohr nicht
elektrostatisch aufladen kann, darf es keinen
Materialströmen ausgesetzt sein. Dies wird
bei der Verkabelung sicher nicht der Fall sein,
wenn es sich nicht gerade um Melder handelt,
die in Lüftungs- oder anderen Förderkanälen
eingebaut werden. Es ist ebenfalls zulässig,
Aluminium- oder Stapa-Rohr verwenden. Eine
Erdung (Schutz-PA) ist nicht erforderlich, aber
auch nicht verboten. Angaben dazu lassen
sich der VDE 0165-1 [2] entnehmen.
DIN 14675:2003-11 Brandmeldeanlagen Aufbau und Betrieb.
DIN EN 60079-14 (VDE 0165-1):2009-05 Explosionsfähige Atmosphäre Teil 14: Projektierung, Auswahl und Errichtung elektrischer Anlagen.