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Leseranfrage

Verkabelung einer Brandmeldeanlage

Ausgabe 1/2010

Meine Elektrofirma hat den Auftrag, in einem Farblager die Verkabelung der Brandmeldeanlage zu realisieren. Eine Ausführungsplanung von einem Planungsbüro gibt es jedoch nicht. Zudem hat eine andere Elektrofirma bereits die Beleuchtungsanlage verkabelt. Hierfür wurde Installationsrohr aus Kunststoff verwendet, was meiner Meinung nach nicht zulässig ist. Wir hatten vor, mit Erdungsbandschellen geerdetes Aluminium- Installationsrohr für die Leitungsführung zu verwenden. Für den Ex-Bereich zugelassene, von Herstellern geprüfte Kabelführsysteme konnten wir bei unseren Recherchen nicht ausfindig machen.

Ist es möglich, ein geerdetes Aluminiumoder Stapa-Rohr für diese Art der Elektroinstallation zu verwenden?

Welche Vorschriften wären für diese Art der Elektroinstallation zutreffend?

Es ist sehr bedauerlich, dass eine Planung

nicht vorhanden ist, obwohl sie in der DIN

14675 [1] vorgeschrieben wird. Erschwerend

hinzu kommt die Tatsache, dass ein Planer sogar für Brandmeldeanlagen zertifiziert sein

muss. Aus diesen Gründen wäre nicht es zu

empfehlen, ohne Planung Hand anzulegen.
Zur Frage. Die Leitungsverlegung in Kunststoffrohr

ist nicht untersagt, auch nicht in Ex-

Anlagen. Damit sich das Kunststoffrohr nicht

elektrostatisch aufladen kann, darf es keinen

Materialströmen ausgesetzt sein. Dies wird

bei der Verkabelung sicher nicht der Fall sein,

wenn es sich nicht gerade um Melder handelt,

die in Lüftungs- oder anderen Förderkanälen

eingebaut werden. Es ist ebenfalls zulässig,

Aluminium- oder Stapa-Rohr verwenden. Eine

Erdung (Schutz-PA) ist nicht erforderlich, aber

auch nicht verboten. Angaben dazu lassen

sich der VDE 0165-1 [2] entnehmen.

Literatur:

DIN 14675:2003-11 Brandmeldeanlagen – Aufbau und Betrieb.

DIN EN 60079-14 (VDE 0165-1):2009-05 Explosionsfähige Atmosphäre – Teil 14: Projektierung, Auswahl und Errichtung elektrischer Anlagen.