Automatische Abschaltung ungeerdeter Steuerstromkreise
Ich arbeite in der Planung von elektrotechnischen
und Steuerungsanlagen
für Tagebaugeräte. Dabei handelt es sich im
Sinne der Normung um Maschinen, die meist
relativ komplex sind. Meine Frage bezieht
sich auf die Forderung in der neuen EN
60204-1, Abs. 9.4.3.1 „Erdschlüsse“, die bei
isolierten Steuerspannungsnetzen fordert,
dass das Steuerspannungsnetz nach der
Erkennung des ersten Erdschlusses abgeschaltet
werden muss. Bisher wurde der Erdschuss
erfasst, gemeldet und in vielen Fällen
mit Hilfe eines Leitsystems registriert. Auch
wird dies in anderen Normen (z. B. DIN VDE
0100-410) so nicht gefordert. Um eine endgültige
Aufklärung zu erhalten, haben ich mir
Hilfe aus Band 26 der VDE-Schriftenreihe erhofft.
Darin wird in den Kommentaren zu dem
Thema die Wahl zwischen Abschalten und
Weiterbetreiben gelassen – allerdings geht
es dabei um Stromkreise, die durch Steuerspannungstransformatoren
gespeist werden.
Gilt die Forderung nach der Abschaltung
auch für Stromkreise, die mit Gleichstrom
(Netzteil) versorgt werden?
Gilt die Forderung nach einer sofortigen
Abschaltung für alle Netze?