Fehlerstromschutz für ältere an Steckdosen betriebene Maschinen
Wir haben vor einiger Zeit die Elektroinstallation in einer Industriehalle als TN-Netz ausgeführt. Die Elektroanlage in dieser Halle wird über mehrere Fehlerstrom- Schutzeinrichtungen (RCDs) mit einem Bemessungsdifferenzstrom von je 30 mA abgesichert. Der Kunde ist nun dabei, in der Halle seine Maschinen (Baujahr ca. 1960er Jahre), die größtenteils mit Schuko-Steckern ausgestattet sind und am 230-V-Netz betrieben werden, in Betrieb zu nehmen. Weil diese Maschinen die installierten RCDs mit einem Bemessungsdifferenzstrom von 30 mA auslösen, erhielten wir nun den Auftrag, diese RCDs gegen solche mit einem Bemessungsdifferenzstrom von 500 mA auszutauschen. Ich bin der Meinung, dass dies gemäß der DIN VDE 0100-410 nicht mehr zulässig ist, weil jeder Mitarbeiter Zugang zu den Steckdosen hat.