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Leseranfrage

Gruppen-Fehlerstrom-Schutzeinrichtung für mehrere Räume

Ausgabe 5/2011

Seit der Änderung der DIN-VDE zum Einsatz von Fehlerstrom-Schutzschaltern ist zu beobachten, dass Planer verstärkt Gruppen- Fehlerstrom-Schutzschalter einsetzen, um Kosten zu sparen. Abgesichert werden damit dann z. B. alle Steckdosen auf einer Etage in den Duschen, Toiletten und Umkleiden in öffentlichen Einrichtungen oder Sozialgebäuden. Kommt es infolge eines Fehlers (z. B. durch defekten Fön) zum Auslösen der Fehlerstrom- Schutzeinrichtung, fallen in allen Räumen die Steckdosen, die Beleuchtung und in den Behinderten-WC der Notruf aus. Besonders gefährlich erscheint mir, dass es in einigen der so abgesicherten Räume keine Fenster gibt, es sich teilweise um Nassräume mit Rutschgefahr handelt, sich in den Räumen Kinder umziehen, der Not-Ruf ausfällt und mehrere unabhängige Räume mit einem Mal ohne Beleuchtung sind. Es ist noch anzu merken, dass sich in den Gebäuden keine Notbeleuchtung befi ndet. Bei der Bauabnahme wurde auf die Problematik hingewiesen. Jedoch lehnte der Planer eine Änderung mit der Begründung ab, dass das Flurlicht ja noch funktionieren würde (Beleuchtung wird hier über Präsenzmelder geschaltet) und die Ausführung laut zutreffender DIN-VDE-Normen zulässig ist.

  • Ist diese Anlage fachgerecht geplant und installiert worden, obwohl hier meiner Auffassung nach eine besondere Gefährdung geschaffen wurde?
  • Gibt es eine Reglung oder Vorschrift, die eine solche Installation in öffentlichen Gebäuden untersagt?
  • Wie soll ich mich als verantwortlicher Elektromeister dieser Anlagen verhalten?

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