Wiederholungsprüfung in einer Arztpraxis
Wir wurden damit beauftragt, in einer
Arztpraxis eine Wiederholungsprüfung
der elektrischen Anlage durchzuführen. Die
Praxis befi ndet sich in einem in den 1960er
Jahren erbauten Wohnhaus. Die elektrische
Anlage wurde für eine Wohnung ausgelegt
und erst später für die Praxis genutzt, jedoch
ohne entsprechende Anpassung. Nun ergeben
sich natürlich einige Fragen, insbesondere
weil es sich hierbei um ein TN-C-Netz
(2-Leitersystem) handelt. Die Räume fallen
unter die Anwendungsgruppen 0 und 1. Eine
zusätzliche Potentialausgleichsschiene ist
nicht vorhanden. Der Aufputz-Sicherungsverteiler
befindet sich im Treppenhaus in einer
Wandnische mit Holztür und ist ohne Reihenklemmen
ausgeführt. In der Arztpraxis sind
in einigen Räumen neue Installationen vorgenommen
worden (2- und 3-Leitersystem,
PEN-Leiter mit N- und PE-Leiter verbunden).
- Welche Normen und Vorschriften sind bei der Wiederholungsprüfung der zuvor beschriebenen elektrischen Anlage zu beachten?
- Gibt es einen sogenannten Bestandsschutz oder Forderungen, die elektrische Anlage teilweise oder ganz anzupassen?
- Wie ist in dieser Anlage messtechnisch die Isolationsmessung (gegen Erde) durchzuführen?