Potentialausgleich in Netzwerkschränken
Gemäß der Norm DIN EN 50310 ist
auf der Verbraucherseite eines 230-VVerbraucherstromkreises
(Netzwerkschrank)
nur noch die niederohmige Vermaschung
zwischen dem Schutzleiter (aus der Stromversorgung/
USV) und dem Potentialausgleichsleiter
des Netzwerkschranks zulässig. Dieser
Sachverhalt wird in der Norm auch anhand
einer Zeichnung dargestellt. Mit Hilfe von
Sonderlösungen (vorgeschaltete Abzweigdose
im Schrank) wurde dieser Anforderung
bisher Rechnung getragen.
Gibt es eine bereits fertig konfektionierte
Steckdosenleiste (Schuko), die einen herausgeführten
Anschluss für den Potentialaus
gleichsleiter aufweist, mit dem der
Einbau der Steckdosenleiste in einem
19-Zoll-Netzwerkschrank und damit auch
der geforderte niederohmige Anschluss des
Netzwerkschranks an das Potentialausgleichsnetzwerk
möglich ist?
Dies würde dann natürlich auch einen messtechnischen
Nachweis erfordern. Bisherige
Recherchen bei den Lieferanten von Netzwerkschränken
(und von Steckdosenleisten)
ergaben nur Achselzucken bzw. sogar Aussagen,
dass diese niederohmige Verbindung
nicht zwingend auszuführen ist. Doch wenn
ich Bild 6 der Norm DIN EN 50310 genauer
betrachte, ist meiner Ansicht nach genau
diese Vermaschung gefordert.
Ist der hinsichtlich des Potentialausgleichs
hochohmige (bzw. nicht genauer defi nierte)
Einbau einer SK-I-Steckdosenleiste (z. B. mit
eloxiertem Alu-Gehäuse) in einem Netzwerkschrank
zulässig?