Höhere Sicherheit durch ergänzende Prüfverfahren
Bei einem Mess-Seminar wurde diskutiert,
welche Prüf- oder Messverfahren über die
Vorgaben der Normen hin aus angewandt werden
könnten, um eine höhere Sicherheit zu
erreichen, als es durch die Norm verlangt bzw.
gewährleistet wird. Die Normen sind ja „nur“
Empfehlungen und der Prüfer hat zu entscheiden,
ob diese in einem konkreten Fall ausreichen,
um die Sicherheit (z. B. eines Geräts)
gewährleisten zu können. Gegenstand der
erwähnten Diskussion waren elektrische Geräte
mit voll isoliertem Körper ohne leitfähige
berührbare Teile der Schutzklasse II (z. B.
Sanitärgeräte) sowie auch der Schutzklasse I
(z. B. Kaffeemaschinen).
Bei der Kaffeemaschine z. B. wird wohl, wie
im Bild(1) dargestellt, der Körper der Heizelemente an den Schutzleiter angeschlossen
sein und das in den Wasserbehälter eingefüllte
Wasser eine leitfähige Verbindung zu
diesem Körper haben. Offen blieben für uns
folgende Fragen:
- Muss mit dem Auftreten eines Doppelfehlers
gerechnet werden:
• Isolationsfehler im Heizkörper und
• Bruch des Schutzleiters? - Muss überprüft werden, ob der Heizkörper tatsächlich an den Schutzleiter angeschlossen ist?
- Wenn dieser Anschluss überprüft werden muss, wäre die im Bild (1) dargestellte Mess-Schaltung, mit der wir im Seminar experimentierten, eine Lösung?