Ich prüfe schon seit einigen Jahren ortsveränderliche
Geräte. Gegenwärtig komme
ich nun mit des Öfteren mit Drehstromadaptern
in Kontakt und gleichzeitig mit mir in
Konflikt. Die Erklärung, die ich zu diesem
Thema bekommen habe, sind angelehnt an
einen ep-Beitrag [1]. Während ich die Erläuterung
zum Übergangsadapter (absteigender
Bemessungsstrom), z. B. von einem 32-A-Stecker
auf eine 16-A-Kupplung mit der zwischengeschalteten
Überstromschutzeinrichtung,
mit etwas Mühe noch verstehen kann, entzieht
sich der Adapter von einem 16-AStecker
auf eine 32-A-Kupplung (aufsteigender
Bemessungsstrom) als eine zulässige Einrichtung
vollständig meinem Verständnis. Auch
die Argumentation, dass angeschlossene
Gerät ist sicher, da bei einem Stromverbrauch
über dem für die Steckdose zulässigen, deren
Sicherung das Ganze abschaltet, ändert daran
nichts. Was das einem mit bestimmungsgemäßen
Gebrauch elektrischer Anlagen zu tun
hat, verstehe ich nicht. Als Praktiker ist es
für mich natürlich durchaus verständlich, dass
es Situationen geben kann, in denen nicht die
passende Steckdose zur Verfügung steht.
Somit ist für mich die Verwendung der Übergangsadapter
mit absteigendem Bemessungsstrom
verständlich und akzeptabel, da er,
meiner Überzeugung nach, weder dem angeschlossenen
Gerät noch der installierten
Anlage schadet.
Hingegen habe ich bezüglich des Adapters
mit aufsteigendem Bemessungsstrom ernsthafte
Bedenken, auch wenn verschiedenste
entsprechende Geräte auf dem Markt sind.
Bei der Planung einer Installationsanlage
sind unzählige Rechnungen anzustellen, um
die Strombelastbarkeit der Leitungen, die
Zuordnung der Sicherungen, die Wärmeentwicklung
usw. in Verbindung mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor
im Vorfeld zu ermitteln. Der
Steckdosenstromkreis ist auf die zulässige
Belastung der Leitungen sowie auf den Bemessungsstrom der angeschlossenen Steckdosen
abzustimmen. (Nebenfrage: Muss jede
Drehstromsteckdose zwingend über eine
separate Sicherung verfügen oder sind auch
weiterhin Steckdosenstromkreise zulässig?)
Beim Einsatz der Adapter mit aufsteigendem
Bemessungstrom werden meiner Meinung
nach die erwähnten Berechnungen umsonst
angestellt. Da hilft auch nicht der Hinweis:
Nur für zeitlich begrenzten Gebrauch. Zumal
ich das noch nie in der Praxis gesehen habe.
Da diese Adapter im Handel zu kaufen sind,
kann sie auch jeder verwenden. Wenn ich
noch davon ausgehe, dass ich z. B. in einen
fremden Betrieb die Sicherung auslöse, weil
ich ein Gerät anschließe, dessen Stromverbrauch
über dem zulässigen der Steckdose
liegt, entzieht sich das meinem Verständnis.
Noch dazu ist es ja möglich, dass mehrere
Adapter, eventuell sogar von unterschiedlichen
Personen, angeschlossen werden. Außerdem
wird bei einer 16-A-Steckdose die
Sicherung bei 19–20 A noch nicht auslösen.
Ich setzte die Anlage damit also einem dauerhaften
Überstrom aus, was zwangsläufig
zu Erwärmungen führen muss.
Ich will damit sagen, dass eine Elektrofachkraft
von den Problemen und Folgen weiß
und die Situation entsprechend einschätzen
kann. Diese Möglichkeiten haben Laien jedoch
nicht.
Was passiert wenn mehrere Adapter gleichzeitig
genutzt werden und sie im Einzelnen
über den Bemessungsstrom der Steckdosen
liegen, aber die Sicherungen noch nicht abschalten?
Ich könnte mir eventuell noch damit
abfi nden, wenn ein solcher Adapter mit
einem Strombegrenzer ausgerüstet wäre.
Ich weiß nicht, ob ich mich irgendwo festgefahren
habe. Deshalb bitte ich um eine
sachlich fundierte aber verständliche und für
mich nachvollziehbare Antwort, mit der die
Überlegung deutlich gemacht werden, die zu
der Zulassung dieser Adapter geführt haben.