Schweißgeräte an Steckdosen ohne Fehlerstromschutz
Bei einem Kunden, einer Kursstätte für
Schweißausbildung, haben wir eine
Wiederholungsprüfung elektrischer Anlagen
bis 1 000 V gemäß den einschlägigen Regeln
der DIN-VDE-Reihe 0100 durchgeführt. In der
Kursstätte sind eine Reihe von Steckdosenkombinationen
(u. a. BALS Typ 51665, 5433,
5440; Baujahr 1998) vorhanden, an die auch
die dort eingesetzten Schweißgeräte über
Steckvorrichtung angeschlossen sind. Diese
Steckdosenkombinationen besitzen keine
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs).
Gemäß der DIN VDE 0100-410 sind jedoch
alle Endstromkreise über RCDs mit einem
jeweiligen Bemessungsdifferenzstrom nicht
größer als 30 mA auszurüsten.
Ist eine Nachrüstung entsprechender RCDs
zwingend erforderlich?
Wären auch noch RCDs vom Typ B erforderlich,
da hier unter anderem auch WIG-Schweißgeräte betrieben werden?