Notwendigkeit der Verlegung von Koaxialkabeln in Leerrohren
Zu dem Beitrag „Verlegeart von Koaxialkabeln einer SAT-Anlage“ [1] habe ich eine Frage. Ich bin seit den 1970er Jahren Elektriker, habe viele Baustellen gesehen,
(vorrangig Wohnungssanierungen) und stelle immer wieder fest, dass dort oft gegen die Regeln der Technik gearbeitet wird, so auch bei Antennenanlagen von Wohnungen. Die Leitung zur Versorgung von Zimmern – ob Schwachstrom, Starkstrom, Daten oder Antennenkabel – werden in einem gemeinsamen Schlitz verlegt, oft ohne Trennung voneinander, wahrscheinlich aus Kosten- und
Zeitgründen sowie wegen geringerer Mengen anfallenden Bauschutts.
Dies hat den Vorteil, dass die Stabilität mancher Wände erhalten bleibt. Es stellt sich mir die Frage, warum Koaxialkabel nicht ohne Schutzrohr verlegt werden sollen. Ist das Antennenkabel der Bauchemie (Kalkzementmörtel) oder Gipshaftputz nicht gewachsen?
Die Leerrohrinstallation über längere Strecken mit meist engen Bögen, mehr oder
weniger Zugdosen (die oftmals zugespachtelt und übertapeziert sind) lässt das Auswechseln der Koaxialkabel nur bedingt zu. Es ist auch zu beobachten, dass nach 15-20 Jahren die meisten Objekte so umgebaut werden, dass die alten Installationen kaum noch verwendbar sind.