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Leseranfrage

Potentialausgleich an Küchenverkleidungen

Ausgabe 3/2016

In manchen privaten oder auch gewerblichen Küchen ist die Wandverkleidung über den Arbeitsflächen nicht gefliest, sondern großflächig in Edelstahl ausgeführt. Auf diesen Stahlflächen befinden sich die UP-Arbeitssteckdosen der Küchenzeilen, für die es kreisrunde Ausschnitte gibt, in denen die Steckdosen in den UP-Dosen montiert sind. Dabei liegt der metallische Tragring der Steckdosen großflächig auf der Stahlplatte auf.

Wie ist diese Art der Installation zu bewerten? Ich halte diese Ausführung durchaus für gefährlich. Muss die metallische Wandverkleidung geerdet bzw. an den Potentialausgleich angeschlossen werden? Innerhalb der UP-Dose sind die elektrischen Leiter nur noch von ihrer Basisisolierung umgeben. Basisisolierte Leiter liegen also u. U. an der Tragkonstruktion und somit auch am Tragring der Steckdose an, welcher direkten Kontakt mit der Wandverkleidung hat. Kommt es bei der Installation zu einer Beschädigung oder durch Alterung zu einer Verschlechterung der Basisisolation, so würde Netzspannung über die Tragkonstruktion und dem Tragring an der Wandverkleidung anliegen. Dieser Zustand würde u. U. so lange bestehen, bis eine Person durch indirektes Berühren und Körperdurchströmung die RCD zum Auslösen bringt.

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